Die Lernkartei


 
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David
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Dieses Lernsystem habe ich gerade aus meinem Archiv ausgegraben. Kann sehr nützlich werden.

Das Konzept der Lernkartei wurde erstmalig 1987 von Sebastian Leitner vorgestellt. Ursprünglich für das Lernen von Vokabeln konzipiert, eignet sich die Lernkartei zum Lernen von mathematischen und naturwissenschaftlichen Formeln, Geschichtsdaten und –ereignissen, Begriffsdefinitionen, Regeln, Vokabeln.
Die Lernkartei folgt dem angenommenen Weg der Speicherung von Informationen im Gedächtnis. Zunächst werden neue Informationen in das Ultrakurzzeitgedächtnis aufgenommen. Über das Kurzzeitgedächtnis gelangen sie anschließend in das Langzeitgedächtnis. Erst was dort vernetzt gespeichert ist, kann als dauerhaft gespeichert und damit als gelernt betrachtet werden.
Die Lernkartei kann diesen Prozess der Einspeicherung unterstützen, neues wird zunächst in kurzen Abständen wiederholt und anschließend in immer größeren Zeitabständen. So werden unnötige Wiederholungen vermieden, der Zeitaufwand verringert und das motivationsfeindliche Überlernen minimiert. Sie hilft bei der unmittelbaren Lernkontrolle. Der Lernvorgang kann beliebig unterbrochen und wieder aufgenommen werden, die Karteipäckchen können leicht mitgeführt werden und erlauben z.B. Lernen in Wartezeiten.

Zur Lernkartei gehören ein Karteikasten und Karteikarten im Format DIN A7 oder DIN A6. Diese Formate kann man überall erwerben oder durch zwei- bzw. dreimaliges Falten eines DIN A4 Blattes selbst herstellen. Auch der Karteikasten kann aus fester Papper oder Holz selbst hergestellt werden. Es wird in Fünf Fächer unterschiedlicher Größe unterteilt. Das erste Fas ist 1 cm groß (sollte Platz für 10 Karten bieten), das Zweite 2 cm (sollte Platz für 20 Karten bieten), das Dritte 4 cm (40 Karten), das Vierte 8 cm und das Fünfte 15 cm. Der Lernstoff wir auf Karteikarten übertragen, wobei für jedes Wort (Vokabellernen), jede Formel, jede Redewendung usw. eine Karteikarte verwendet wird. Die ersten ca. 10 Karteikarten werden in das erste Fach gesteckt und gelernt.
Zum Vokabellernen nimmt man beispielsweise die ersten Karten heraus, liest die deutsche Formulierung und versucht sich an den fremdsprachlichen Ausdruck zu erinnern. Gelingt das nicht, dreht man die Karte um, prägt sich die Vokabel ein und steckt die Karte zurück ins erste Fach, hinter alle anderen Karten. Dann nimmt man die zweite Karte heraus,… usw. Die bekannten Vokabeln werden in das zweite Fach gelegt, die unbekannten, wie oben beschrieben, gehen zurück in das erste Fach. Wenn das erste Fach „leergelernt“ wurde, können neue Vokabeln hineingesteckt werden.
So verfährt man bis das zweite Fach gefüllt ist (ca. 20 karten). Nun werden die Karteikarten aus diesem genommen und ein weiteres Mal gelernt. Was bekannt ist wandert in das dritte Fach, nicht mehr Bekanntes kommt zurück in das erste Fach. Dieser Vorgang wiederholt sich von Fach zu Fach.

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MfG David Mirzoian
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21 Jun 2005 01:00
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